KI kann mittlerweile als eigenständiger Mitspieler statt nur als Werkzeug oder Assistant eingebunden werden. In dem von Emir Kučević (Universität Hamburg / Promptathon GmbH) entworfenem Experiment arbeiteten 80 Menschen und 6 Agenten gleichzeitig am gleichen Problem und reagierten aufeinander. Im Anschluss erfolgte eine kritische Betrachtung. Das Pre‑Event zum KI‑Summit bot ein praxistaugliches Aufwärmtraining zu den Vorträgen am Nachmittag.
Inhaltlich wurde in fünf Challenges zu Hamburger Zukunftsthemen gepromptet. Digitale Zwillinge konnten auf Zuruf beraten, ergänzen und strukturieren. Parallel zu den gemischten Human-AI-Teams arbeitete auch ein reines AI-Team verdeckt an den gleichen Themen. Alle Teams produzierten eine Fülle an Ideen, die dann von einer KI in getrennte Pitch-Decks überführt wurde.
Die Teamergebnisse des GrowAP! Hamburg – Prompt-a-thons wurden in einem Community Paper (Download pdf) zusammengefasst.


Rein äußerlich war schwer zu erkennen, ob ein Mensch involviert war. Inhaltlich siegte der Vorschlag der Human-AI-Teams knapp gegenüber dem Team KI. Überraschend waren auch die Erfahrungen hinsichtlich des Arbeitsprozesses.
Spannende Erfahrungen
Das Experiment warf viele Fragen auf, die in der Diskussionsrunde näher beleuchtet wurden: Wie verändern sich Arbeitsprozesse, wenn KI nicht nur ein Werkzeug ist, sondern auch als eigenständiger Mitspieler am Tisch? Was passiert in der Gruppendynamik, wenn digitale Zwillinge eigenständig mitarbeiten, statt nur zu antworten? Halten gemeinsam entwickelte Ideen stand und erkennt man am Ende noch, woher sie stammen? Worauf kommt es beim Setting an? Was sollte man bei der Rollenverteilung und Aufgabendelegation beachten?
Die Diskussion rund um diese Themen werden wir bei ThIS! auch in Zukunft weiter führen.
Wir danken allen Teilnehmer:innen für das kreative Engagment und den spannenden Erfahrungsaustausch.





