
Am 28. Mai 2026 hat The Interface Society gemeinsam mit der Versammlung Ehrbarer Kaufleute zu Hamburg (VEEK) rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Recht, Technologie und Führung in der Handelskammer Hamburg zusammengebracht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einsetzen und „Responsible AI“ zu einer konkreten Führungsaufgabe machen können.
Die Diskussion um Künstliche Intelligenz hat eine neue Phase erreicht. Die zentrale Frage lautet heute nicht mehr, ob Unternehmen KI einsetzen sollten, sondern wie dies verantwortungsvoll, transparent und nachhaltig gelingt.
Vor diesem Hintergrund haben die Versammlung Ehrbarer Kaufleute zu Hamburg (VEEK) und The Interface Society (ThIS!) gemeinsam zu der Veranstaltung „Responsible AI: Von der Ethikdebatte zur Führungsaufgabe“ eingeladen. Das große Interesse und die intensive Beteiligung der Teilnehmenden zeigten eindrucksvoll, wie relevant das Thema inzwischen für Unternehmen aller Branchen geworden ist.
Im ersten Panel standen konkrete Erfahrungen aus der Einführung und Nutzung von KI-Systemen im Mittelpunkt. Cathrin Herweg (HASPA), Stefan Scharr (SAB Ingenieurgesellschaft) und Oliver Süme (Fieldfisher) diskutierten unter anderem, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden bei der KI-Transformation begleiten, welche rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten sind und warum Vertrauen eine zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von KI ist.

Deutlich wurde dabei: Responsible AI beginnt nicht bei der Technologie, sondern bei den Menschen. Befähigung, Transparenz und klare Orientierung sind entscheidende Faktoren, um KI erfolgreich und verantwortungsvoll in Organisationen zu verankern. Die drei Panelisten haben eindrucksvoll und detailliert beschrieben, wie das in ihren jeweiligen Domänen erfolgreich klappt – angefangen bei Formaten wie „YOU & AI“ und dem „KI-Führerschein“ (ein Äquivalent zum Führerschein im Straßenverkehr, um die Grundlagen für das verantwortungsvolle Navigieren in der KI-Welt zu vermitteln) bis hin zu hybriden Top-Down- und Bottom-Up-Ansätzen sowie Quick-Win-orientierten Schulungsformaten, um die Mitarbeitenden und Führungskräfte dabei zu behalten.
Im zweiten Panel diskutierten Bernhard Fischer-Appelt (fischerAppelt), Michael Schulz (iteratec) und Willms Buhse (doubleYUU) von ThIS! die Auswirkungen von KI auf Führung, Unternehmenskultur und strategische Entscheidungen.

Ein zentrales Ergebnis der Diskussion: Die Herausforderungen rund um Künstliche Intelligenz sind häufig weniger technische als vielmehr organisatorische und kulturelle Fragestellungen. Führungskräfte müssen Orientierung geben, Unsicherheiten adressieren und gleichzeitig den notwendigen Raum für Innovation schaffen – und dafür muss auch experimentiert werden. Responsible AI ist damit nicht allein eine Frage von Compliance oder Governance, sondern vor allem eine Frage von Haltung und Verantwortung.
Ein besonderer Mehrwert der Veranstaltung lag in der Verbindung unterschiedlicher Perspektiven. Die Zusammenarbeit zwischen The Interface Society und der VEEK zeigte, wie aktuelle Fragestellungen rund um KI von den Prinzipien des Ehrbaren Kaufmanns profitieren können.
Werte wie Verantwortung, Transparenz, Vertrauen und langfristiges Denken gewinnen im Umgang mit KI-Systemen zunehmend an Bedeutung. Gerade in einer Zeit technologischer Dynamik bieten sie Orientierung für Unternehmen und Führungskräfte.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Referierenden, Moderatorinnen und Moderatoren sowie den zahlreichen Gästen für ihre Impulse, Fragen und die offene Diskussion.
Unser besonderer Dank gilt Cathrin Herweg, Stefan Scharr, Oliver Süme, Bernhard Fischer-Appelt, Michael Schulz, Tatjana Meyer, Dr. Florian H. H. Brill und Willms Buhse für ihre wertvollen Beiträge zum Gelingen der Veranstaltung.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der VEEK hat gezeigt, wie wichtig der interdisziplinäre Austausch zu den Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz ist. Deshalb freuen wir uns darauf, den begonnenen Dialog weiterzuführen, die Kooperation zu vertiefen und bereits Anfang November 2026 die nächste gemeinsame Veranstaltung auszurichten.
Denn Responsible AI entsteht nicht allein durch Technologie – sondern durch Menschen, die Verantwortung für ihren Einsatz übernehmen.